Mario Schnee
Deutscher Schäferhund

 

Der Gehorsam

zurück

In freier Wildbahn leben Hunde in Rudeln zusammen, die einer klaren Hierarchie unterliegen. Der Anführer

zeichnet sich durch Kraft, Gesundheit und Nervenstärke aus. Diesem Rudelführer ordnet sich das ganze

Rudel bedingungslos unter. Auch unser Haus- und Sporthund benötigt feste Strukturen und er will seinen

Platz im Rudel kennen. D.h. der Mensch muss die Rolle des Rudelführers übernehmen, ansonsten

macht es der Hund, was schlimme Folgen haben kann. 


Unterordnung ist die Disziplin, bei der wohl die meisten die Harmonie zwischen HF und Hund ausgedrückt

wird! Diese Harmonie beruht auf gegenseitigem klaren Rangordnungsverhältnissen, Vertrauen,

konsequenten Kommandos und wird durch die Arbeitsfreude des Hundes am meisten ausgedrückt.

Der HF muss in der Lage sein, die Stimmung und das Verhalten seines Hundes richtig einzuschätzen und

daraus für die Ausbildung die richtigen Schlussfolgerungen ziehen. Er muss spontan und situationsbezogen

auf seinen Hund reagieren können, um die besten Ergebnisse zu erzielen. Dies bedarf eines hohen

Grades an Fingerspitzengefühl und Einfühlungsvermögens. Auch müssen wir uns immer

wieder vor Augen Führen, der Hd. macht immer nur das, was wir ihm beigebracht haben, d.h.

bei Fehlverhalten des Hundes, muss ich als erstes mein eigenes Verhalten überprüfen, die Fehler

liegen sehr viel häufiger bei uns Hundeführern, als bei unserem Hd. !!!

Ich erwähne es nicht bei jeder Übung neu, aber es sollte uns in Fleisch und Blut übergehen, dass der Hund

für gewünschtes verhalten Gelobt und bestätigt wird. D.h. wenn eine Übung erfolgreich

abgeschlossen wurde oder schon vorzeitig gewünschtes Verhalten gezeigt wurde, sofort

abbrechen und mit Futter oder Spiel bestätigen. Diese Phasen zwischen Arbeit

und Bestätigung werden mit Grad des Ausbildungstandes

zunehmend länger, fallen aber nie ganz weg.